Augen

Die Sinnesorgane

 


Runde Pupille bei der Rauhen Grasnatter

 

Etwa 10 Prozent aller Schlangen sind fast blind und können gerade noch hell und dunkel unterscheiden.

Zu dieser Gruppe gehören nahezu alle Arten der primitivsten Schlangenfamilien, die Typhopidae, Leptotyphlopidae und die Anomalepidae sowie ein kleine Anzahl unterirdisch lebender Arten anderer Familien.

 

Die Augen der übrigen Arten kann man nach der Pupillenform in drei Gruppen einordnen: Augen mit runden, mit waagerechten und senkrechten Pupillen. 

 

Schlangen mit kleinen runden Pupillen, sind meist nur nachts unterwegs und führen meist ein verstecktes Leben.

 

Schlangen mit großen runden Pupillen sind meist tagaktiv und verfügen über ein gutes Sehvermögen auch wenn es ihnen schwer fällt, Objekte in Ruhe deutlich zu erkennen. Daher sieht man oft das sie Kopf und Hals in die Höhe recken um sich so einen besseren Überblick zu verschaffen. Zu dieser Gruppe gehören alle Wasserschlangen, Buschnattern, Peitschennattern und die Zornnattern Nordamerikas.

 

Senkrechte Pupillen findet man bei Vipern und tropischen Nattern. Diese Arten jagen ihre Beute bei schwachem Licht, in hellem Licht ziehen sich ihre Pupillen zusammen um die Netzhaut  zu schützen.

 

Waagerechte Pupillen treten nur bei wenigen Schlangen auf: bei den 8 asiatischen Baumschlangen der Gattung Ahaetulla (Peitschennattern) und bei den 2 afrikanischen Vogelnatter-Arten der Gattung Thelotornis. Pupillenform sowie Größe und Lage der Augen ermöglichen diesen Schlangen ein recht gutes binokulares Sehen, das Schlangen mit seitlichen Augen fehlt. Binokulares Sehen ist die Voraussetzung für genaue Entfernungsschätzung. Das ist wichtig für Arten, die ihren Körper als Brücke zwischen Ästen benutzen oder ihre Beute von Blättern und Zweigen "pflücken".


Senkrechte Pupille bei der Wüsten-Hornviper

 


Waagerechte Pupille bei der Peitschennatter


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