Der Taipan

 

 

oxyuranus scutellatus

 

Der australische Kontinent beherbergt einige der giftigsten Schlangen der Erde, 70 Prozent aller Schlangen Australiens sind giftig. Diese zählen ausnahmslos zu den Elapiden, den Giftnattern. Da sie fast alle Lebensräume besiedeln und auch menschliche Ansiedlungen nicht meiden, muss man überall mit ihnen rechnen. Die gefährlichste unter ihnen ist der Taipan

Kennzeichen: Der große, lange Kopf setzt sich deutlich vom Hals ab. Das Auge ist groß mit runder Pupille. Das vordere Körperdrittel ist auffallend schlank. Der Taipan wird nicht selten mit der ähnlich aussehenden Mulga-Schlange  ( pseudechis australis ) verwechselt.

Länge: Bis 3,00m, selten mehr.

Herkunft: Der Taipan ist in Nord- und Nordost- Australien beheimatet. Er kommt aber auch in östlichen Teilen Inner- Australiens vor, sowie in den südlichen Küstengebieten Neuguineas und auf der Melville-Insel. Er kommt in Wäldern, aber auch im offenen Grasland und in Zuckerrohrplantagen vor.

Haltung: Der Taipan wird nur bei Gelegenheit und dann zu hohen Preisen angeboten. Damit er sich wohl fühlt, benötigt er ein geräumiges Terrarium mit sehr guten Unterschlupfmöglichkeiten. Als Bodengrund eignet sich ein Gemisch aus Torf und Sand. Dann braucht er ein großes Wasserbecken. Eine Bodenheizung darf auch nicht fehlen. Am Tage sollte die Beleuchtung mindestens 12- 14 Stunden in Betrieb sein. Der Taipan liebt am Tage Temperaturen zwischen 24 und 28°C, die in der Nacht nur um 2- bis 3°C sinken sollten. Bei diesen Bedingungen kann sich die Schlange schnell eingewöhnen.

Futter: Es werden Ratten, Mäuse und Vögel angeboten.

Eigenschaften: Der Taipan kann durchaus zwischen den Handbewegungen des Pflegers und den Bewegungen einer Maus unterscheiden. Trotzdem ist größte Vorsicht geboten. Wird er in die Enge getrieben und hat keine Möglichkeit zur Flucht, setzt er sich heftig zur Wehr, wobei er mehrfach blitzartig zubeißt. Der Fang des Taipan ist sehr gefährlich. Wenn er am Schwanz festgehalten wird, windet er sich sofort hoch und beißt zu. Der Taipan besitzt ein ein stark wirkendes Neurotoxin mit koagulierenden und die roten Blutkörperchen zerstörenden Eigenschaften. Die Giftmenge einer Schlange reicht, um 250.000 Mäuse zu töten. Es ist Gegenstand umfangreicher Forschung, nicht nur zur Antiserum-Herstellung, sondern auch als Medikament. Viele Toxine haben erstaunliche Heilwirkungen, wenn man sie chemisch leicht verändert und sinnvoll dosiert. Seine langen Giftzähne, bei erwachsenen Tieren können sie ein Länge von 2cm erreichen und seine Wendigkeit, machen ihn sehr gefährlich.  Fast alle bis jetzt bekannt gewordenen Bißunfälle endeten tödlich wenn nicht das spezifische Serum in ausreichender Menge gespritzt wurde.

Achtung: Sehr giftig

 


oxzyuranus scutellatus