Netzython

Der Netzpython


Python reticulatus




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( Philippinen )

Der Netzpython zählt neben der Anakonda zu den längsten Schlangen der Welt. Größenangaben von 10m sind realistisch aber eher selten, da Längen von 5 – 6m  eher die Regel sind.

Lebensraum: Der Netzpython kommt von Hinterindien bis zu den Philippinen vor. Er lebt hauptsächlich im Regenwald, entwickelt sich aber immer mehr zu einem Kulturfolger, der die Nähe der Menschen nicht scheut und beim direktem Aufeinandertreffen keine Angst zeigt sondern offensives Angriffsverhalten. Er hält sich gern am Boden auf aber klettert auch gern. Er braucht aber immer die Nähe von Wasser.

Verhalten: Netzpythons sind Lauerjäger, die ihre Beute ganz dicht an sich heran kommen lassen und alles fressen was sie überwältigen können. Bevor man sich dazu entscheidet, sich so ein Tier anzuschaffen, sollte man zwei wesentliche Dinge beachten. 1: die beachtliche Größe der Tiere und 2. ihre Aggressivität und Unberechenbarkeit.

Haltung: Eine Haltung in einem Normalterrarium ist so gut wie unmöglich. Es erfordert eher ein “ Zimmerterrarium “ also einen Raum der als Terrarium umgebaut wird. Ferner sollte man nicht spontan dem Reiz der wirklich schön aussehenden Jungtiere erliegen, denn sie wachsen atemberaubend schnell und gerade die Jungtiere fallen durch ihre Aggressivität auf. Man hat mir auf der Schlangenfarm erzählt, das wenn Jungtiere gut gefüttert werden sie innerhalb von zwei Jahren eine Länge von fast 3,5m erreicht haben. Selbst bei mäßiger Fütterung hatten sie nach vier Jahren eine Länge von gut 4m erreicht. Man sollte ferner bedenken, wenn die Schlange einem quasi “ über den Kopf gewachsen “ ist, man sie nicht so leicht abgeben kann, wie z.B. eine Kornnatter. Es gibt da bestimmt Probleme. Sollte man sich nun trotz aller Bedenken für so eine Schlange entscheiden, ist oberste Pflicht die Sicherheit des Terrariums wozu auch die Bewegungsfreiheit vor dem Terrarium gehört, also das Terrarium
muss frei zugänglich sein, damit man gefahrlos mit der Schlange hantieren kann. Es ist bei dieser Schlange ratsam, wie bei der Anakonda, nie allein mit der Schlange hantieren. Man
muss selbst bei einem über längere Zeit ruhigem Tier mit Attacken auf den Pfleger rechnen.

Einrichtung: Der Bodengrund kann ein Sand-Lehmgemisch sein. Ein großes Wasserbecken in das die Schlange ganz eintauchen kann, denn sie bleibt dann gerade in der Häutungsphase viele Tage darin liegen. Eine
Festverankerte Klettermöglichkeit, sowie Verstecke dürfen nicht fehlen.

Temperaturen: Die Temperatur sollte am Tag 28 – 32°C betragen. Nachts sollte die Temperatur nicht unter 25°C absinken. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist unbedingt erforderlich.

Futter: Beim Füttern könnten die nächsten Probleme auftreten, das bereitstellen der benötigten Menge. Wie oben beschrieben,
frisst er so gut wie alles was ihm angeboten wird, mit Vorliebe Geflügel. Der Stoffwechsel bei diesen Tieren läuft viel schneller als bei anderen ab, und die Tiere sind nach kurzer Zeit wieder hungrig.

Fazit: auch diese Schlange ist eher etwas für Zooterrarien als in privater Hand.



Python reticulatus

 

Bilder

Hier sind zwei Aufnahmen, die zeigen wozu ein Netzpython in freier Wildbahn fähig ist.

Nichts für jedermanns Geschmack.

 

 

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