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Tipps für den Notfall
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Bei Bissunfällen mit Gifttieren
Die Erste Hilfe
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Den Betroffenen
bergen und aus dem Gefahrenbereich bringen. Denken Sie auch an Ihre eigene
Sicherheit.
- Beruhigend auf den Betroffenen einwirken und Panikreaktionen vermeiden. Den Verletzten, wenn möglich, nicht allein lassen. - Der Verletzte sollte sich möglichst wenig bewegen. Wer bei Bewusstsein ist, kann auf dem Rücken liegen, am besten leicht schräge Lage mit dem Kopf nach unten. Bewusstlose sollen in einer stabilen Seitenlage liegen. - Ringe und Armbänder abnehmen. Bei starker Schwellung besteht sonst die Gefahr der Abschnürung. - Identifizierung des Gifttiers. Oft ist dies die einzige Möglichkeit einer sicheren Diagnose und die wichtigste Grundlage der Behandlung. Unter Umständen muss man das Tier töten und zur Identifizierung mitnehmen. Gehen Sie aber als Helfer keine Gefahr ein! Selbst bei toten Gifttieren ist der Giftapparat häufig noch intakt, manche Giftschlangen besitzen auch nach dem Tod noch einen Beißreflex! Sofort den Rettungsdienst und Notarzt anfordern. - Kontrolle der Atmung, des Kreislaufs und gegebenenfalls erste Hilfe-Maßnahmen wie Mund-zu-Mund-Beatmung. Das sollten Sie auf keinen Fall tun: Manipulation an der Biss- und Einstichstelle wie Einschneiden, Aussaugen etc. Derartige Maßnahmen führen nicht selten dazu, dass größere Gefäße verletzt werden und das Gift aus dem Gewebe schneller in den Kreislauf gelangt.- Abbinden der betroffenen Extremität. Grundsätzlich ist das Abbinden nur bei Verblutungsgefahr sinnvoll. - Einreiben oder gar Spritzen irgendwelcher Hausmittel. Hierzu gehören auch die zahlreichen alternativen "Heilmethoden" der örtlichen Wunderheiler (zum Beispiel das Auflegen des "schwarzen Steins" auf einen Schlangenbiss). Ausnahme ist das Übergießen der betroffenen Hautregionen mit Essig bei Kontakt mit der Würfelqualle oder das Aufbringen von Backpulver bei Kontakt mit einer Kompassqualle oder einer Feuerqualle, um noch aktive Nesselkapseln zu inaktivieren. - Extremes Erwärmen oder Kühlen der Biss- oder Einstichstelle. Selbst die so genannte Heißwassermethode, bei der die betroffene Stelle in erwärmtes Wasser gehalten wird, um das Gift zu zerstören, hat ihre Risiken. |
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