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Wahrnehmung durch Wärme |
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Bestimmte Schlangen haben ungewöhnliche Sinnesorgane, die Grubenorgane. Man findet die Grubenorgane bei Schlangen der Familien: den Boas, den Pythons und den Grubenottern. Bei den Boas liegen die Grubenorgane zwischen den Schuppen der Mundränder. Bei den Pythons liegen sie in den Mundrandschuppen selbst. Die Grubenottern haben paarige Gruben zwischen Augen und Nasenlöchern. Bei allen Arten sind die Grubenorgane mit einer Zellschicht ausgelegt, die zahlreiche Thermorezeptoren enthält, die alle mit dem Gehirn verbunden sind. Mit diesen Zellen können Schlangen kleinste Temperaturzunahmen wahrnehmen, wie sie von kleinen Warmblütern ausgehen, die zu ihrer Beute zählen. Ob man es glaubt oder nicht, selbst von Echsen obwohl sie kaltblütig sind, strahlen etwas Wärme aus, da sie durch Sonnen ihren Körper über die Umgebungstemperatur erwärmen können. Die Grubenorgane gestatten es Schlangen, Temperaturänderungen von nur 0,2°C wahrzunehmen.
Die Grubenorgane sind nach vorn gerichtet und durch Analyse der Wärmeinformationen der beiden Kopfseiten kann die Schlange Position und Größe der Beute beurteilen. Das bedeutet das sie sogar in völliger Dunkelheit gezielt zuschlagen kann. Es hat mal Tests mit einer blinden Klapperschlange gegeben, die traf ihre Beute in 98% der Fälle. Nachdem aber ihre Grubenorgane abgedeckt wurden, sank die Trefferquote auf 27% ab. |
Die rote Diamantklapperschlange, Crotalus ruber, hat wie alle Grubenottern unmittelbar unter den Augen ein Paar Grubenorgane. Sie funktionieren stereoweise, um Richtung und Größe der Beute genau zu lokalisieren.
Grubenorgane einer Boa
Bei der Amazonas-Baumboa, corallus hortulanus, liegen die Grubenorgane zwischen den Schuppen am Mundrand.
Die Grubenorgane von Boas liegen zwischen den Mundrandschuppen. Sie sind weniger leistungsfähig als die der Grubenottern und da sie sich auch in ihrem Bau unterscheiden, entwickeln sie sich gewiss unabhängig von denen der Grubenottern. |